












09.11.2009
Erfahrungsbericht von Simone K.

Spendenkonto Südafrika
Kto. Name: Homesick-South Africa
Konto: 9132972603
Swift Add.: ABSA ZA JJ
Institut: ABSA Bank Claremont

Spendenkonto Deutschland
Konto: 30 800 80
BLZ: 830 944 95
Institut: Ethik Bank
Homesick - International e.V.
Norderende 35
21762 Osterbruch
Deutschland
Info-Hotline: 0700-HOMESICK [0700-46637425]
(Für Homesick in Kapstadt vom
26. Juni 2009 bis 14. Oktober 2009)
Als wir in das Flugzeug Richtung Kapstadt stiegen, wusste wohl keiner von uns Homesick-Volontären so genau, was ihn erwarten würde. Bei mir ist dieser Schritt nun erst dreieinhalb Monate her und doch muss ich mich schon wieder verabschieden. Verabschieden von einem wunderschönen Land, das sich in ständiger Bewegung befindet und gerade für mich als angehende Englischlehrerin die eine oder andere Überraschung bereit hielt. Und verabschieden von einem Team, bei dem keiner gleich dem anderen war. Bei so vielen verschiedenen Charakteren war das ständige Zusammenleben natürlich nicht immer einfach, jedoch bin ich sehr froh, dass ich auf diese Weise auch einiges über mich und andere Menschen lernen konnte. Unsere Arbeit hat nie unter der Heterogenität des Teams gelitten – stattdessen wurde immer versucht, sich gegenseitig zu ergänzen und dort zu helfen, wo man benötigt wurde. Dies bestätigte, dass wir alle ein gemeinsames Ziel vor Augen hatten: unsere Projekte noch effektiver zu gestalten, um Kindern und Jugendlichen möglichst nachhaltig zu verbesserten Lebensbedingungen zu verhelfen.
Und so komme ich auch zum schwersten Abschied – dem von den Kindern und Jugendlichen, die wir betreuten. In drei Monaten wurden sie zu einer Art kleiner Brüder oder gar Freunden. Man begleitete sie sowohl auf ihrem schulischen als auch dem privaten Weg, unterhielt sich über die alltäglichen Themen von Jugendlichen, hoffte jedoch auch gemeinsam auf gute Noten und teilte die Enttäuschung, wenn es einmal nicht gereicht hat. Die Arbeit war immer sehr spannend und abwechslungsreich und stellte in vielen Situationen auch eine Herausforderung dar. Meine anfänglichen Bedenken, ob ich in der kurzen Zeit eine Beziehung zu den Jugendlichen aufbauen könne, legten sich nach wenigen Tagen bereits. Trotz dem ständigen Wechsel der Volontäre zeigten die Jungs sich sehr interessiert und erzählten nach einiger Zeit auch immer mehr aus ihrem eigenen Leben. Im Umgang mit ihnen wurde mir schnell klar, dass unsere Rolle irgendwo zwischen Betreuer und Freund angesiedelt ist, um den Zugang und das Vertrauen zu den Jugendlichen zu erhalten darf neben der Vermittlung von Unterrichtsstoff und Life Skills daher auch das private Leben nicht in Vergessenheit geraten. So boten sich die gemeinsamen wöchentlichen Mittagsessen im Homesick Head Office an, um sich einmal ganz ungezwungen über das Leben fernab des Schulunterrichts zu unterhalten und die Jungs und ihre Interessen auf diese Weise besser kennenzulernen. Oftmals waren diese Gespräche nicht sehr leicht, denn natürlich gehören zum Alltag der Jugendlichen Kriminalität und Armut, wodurch Probleme entstehen, die wir Deutschen kaum für möglich halten. Jedoch waren die Jungs immer sehr dankbar, wenn man sich Zeit für sie nahm und sich mit ihnen austauschte.
Wenn ich auch nur eine kurze Zeit Teil für Homesick-South Africa vor Ort tätig war, so bin ich doch sehr glücklich über die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, und die Verbesserungen, die wir in den Projekten realisieren konnten. Auch in wenigen Monaten war es möglich, sich bei Homesick einzubringen, neue Vorschläge zu machen, die auch gerne angenommen wurden, und die Arbeit der Organisation somit ein Stück weit zu verbessern.
Ich bin davon überzeugt, dass auch wir Volontäre persönlich von unserem Auslandsaufenthalt profitieren. Nicht nur das Leben in einer südafrikanischen Metropole, das enge Zusammenleben mit den anderen Volontären, sondern auch viele Gespräche mit den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen haben mich vieles gelehrt. Und so bin ich mir sicher, dass ich mich noch sehr lange an meine Zeit bei Homesick-South Africa in Kapstadt erinnern werde.

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