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Spendenkonto Südafrika

Kto. Name: Homesick-South Africa 
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Institut: ABSA Bank Claremont

 



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Homesick - International e.V.

Norderende 35

21762 Osterbruch

Deutschland


Info-Hotline: 0700-HOMESICK [0700-46637425]

(Für Homesick in Kapstadt vom
01. September 2008 bis 29. April 2009)

In einem einzigen Bericht zusammenzufassen was und wie ich die vergangenen acht Monate erlebt habe, fällt mir unglaublich schwer. All das, was man gefühlt, gedacht und erlebt hat, so in Worte zu fassen, dass ein Außenstehender wirklich etwas damit anfangen könnte, ist fast nicht machbar. Denn wenn ich darauf zurückblicke wie ich gekommen bin und jetzt darauf schaue wie ich gehe liegen “Welten” dazwischen. Wie es dazu gekommen ist…? Nun…


Bei allen Projekten, die Homesick durchführt, habe ich aktiv mitgewirkt. Dass heißt, ich habe das Nachhilfeprogramm im Haus der Organisation in Mowbray ebenso mit durchgeführt wie den Unterricht an der Grundschule in Elsies River und dem Resozialisierungsprogramm in Bosasa. Die Arbeit hat mir die Chance gegeben mit einer Vielzahl von außerordentlichen Menschen zusammen zu arbeiten und von ihnen zu lernen. Sehr dankbar bin ich für das Geschenk mit diesen Kindern und Jugendlichen gearbeitet zu haben und mit ihnen in den letzten acht Monaten “gewachsen” zu sein.


Tag ein, Tag aus bedeutet die Arbeit mit den Kids und Teens aber auch eine emotionale Grenzerfahrung. Für sie sind wir häufig ihre Vertrauens- und Bezugspersonen. Ihre herzliche und liebevolle Art zu erfahren, die sie trotz ihrer Lebensumstände an den Tag legen, öffnet einem als “Wohlstandskind” die Augen für die wirklichen Probleme der Welt. Ein Junge, für welchen ich länger verantwortlich war, lebt mit 18 Jahren allein mit seinem 13 jährigen HIV-positiven Bruder in Khayelitsha, einem der größten Townships der Stadt. Selbst noch ein Kind übernimmt er seit langem die Rolle des Vaters, der Mutter, des großen Bruders, des Essenbeschaffers, des….


Er ist ein Beispiel von tausenden von Kindern und Jugendlichen, denen es so oder noch schlimmer in Kapstadt geht. Ihre Schicksale sind es, derer wir uns bewusst sein sollten, wenn uns im Industriestaat mal wieder das Schühchen drückt und wir darüber sinnieren wie alles nur noch bergab zu gehen scheint.


Die Lebensmittel werden teurer?

Gewiss ist das schlimm und hat drastische Folgen, aber wir leben in einem Staat in dem es Sozialhilfe gibt. Die Kids und Teens, die in den Townships leben, müssen teilweise in kurzen Hosen über den Winter kommen, der auch hier in Südafrika sehr kalt ist, weil es an warmer Kleidung fehlt. Viele beginnen zu stehlen um etwas zu essen zu haben, sich warme Kleidung zu leisten oder sich einfach nur mit Hilfe von Drogen in eine andere Welt zu flüchten. Irgendwann werden sie erwischt, ins Gefängnis gebracht und erleben dort Schwerkriminelle und lernen selber zu welchen zu werden. Die Lebensgeschichte vieler dieser Kinder bleibt unerzählt. Für mich hat die Armut “ Gesichter bekommen”. Ich möchte die Chance nutzen von ihren Lebensschicksalen zu erzählen, auch wenn es in Zeiten von einer Finanzkrise nach der anderen auf taube Ohren stoßen mag.


Aus Kapstadt gehe ich nach Berlin zurück mit dem Gefühl gewachsen zu sein. Gewachsen mit und an einer unendlichen Zahl von eindrucksvollen und wunderbaren Menschen, die mich geprägt haben. Gewachsen an Situationen und Aufgaben, die ich mir vorher nie zugetraut hätte.


Für die vergangenen acht Monate, für jegliche Erfahrungen und Erlebnisse guter und weniger guter Art und für alles, was ich lernen durfte, bin ich sehr, sehr dankbar.



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