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Spendenkonto Südafrika

Kto. Name: Homesick-South Africa 
Konto: 9132972603

Swift Add.: ABSA ZA JJ 
Institut: ABSA Bank Claremont

 



Spendenkonto Deutschland

Konto: 30 800 80
BLZ: 830 944 95
Institut: Ethik Bank

 

Homesick - International e.V.

Norderende 35

21762 Osterbruch

Deutschland


Info-Hotline: 0700-HOMESICK [0700-46637425]

(Für Homesick in Kapstadt vom
10. August 2008 bis 31. Juli 2009)

“You can lead a horse to the water, but you can’t make it drink”, ein Satz, den meine Englischlehrerin zu pflegen sagte, dessen Bedeutung mir aber erst durch meine Arbeit bei Homesick bewusst wurde. Zu sagen, dass die Arbeit immer einfach war und nicht frustrierend sein konnte, wäre gelogen. Dennoch war sie es garantiert wert.


Besonders in der Anfangszeit bin ich davon ausgegangen, man könne allen helfen. Prägend für dieses Denken war vor allem die Arbeit im Jugendgefängnis Bosasa. Man hatte den Eindruck, dass viele der inhaftierten Kinder nur aufgrund ihrer Lebensumstände mit Kriminalität und Drogen zu tun hatten. So war es auch.

Dennoch zeigten nicht alle Kinder und Jugendlichen, mit denen wir gearbeitet haben, die Motivation Hilfe anzunehmen oder sich verändern zu wollen. Diese Erfahrungen zu machen war bedrückend und frustrierend zugleich. Nach und nach wurde einem jedoch bewusst, dass es nicht möglich ist, Kindern und Jugendlichen zu helfen, die keine Hilfe annehmen wollen.


Ganz anders sah es hingegen im Homesick Education Project aus - das Projekt was mich in meiner Zeit am meisten berührt hat. Die Jugendlichen, die jeden Tag einen Fahrtweg von 1 bis 1 ½ Stunden in Kauf nehmen, um an unserem Programm teilzunehmen, sind über die Zeit zu Freunden geworden. Man war Betreuer und Freund zugleich und fühlte sich bei Elternabenden in der Schule oder beim Schulabschluss sogar wie ein Elternteil. Mit Stolz hat man zugesehen, wie ein Junge, der schon siebzehn Jahre alt ist, seine Grundschule absolviert hat. Eine Leistung, die für viele nicht gerade bemerkenswert erscheint und wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen ist. Es waren aber genau diese Momente, für die es sich gelohnt hat.


Die Erfolge lassen oft lange auf sich warten. Die Jungendlichen werden von uns über Jahre begleitet und entwickeln sich nach und nach. Man selber untergeht ebenfalls einer Entwicklung. Ich behaupte, dass kein Volontär so zurück geht, wie er gekommen ist. Erst durch andere begreift man, wer man selber ist…


Es sind die Menschen, die die Zeit bei Homesick ausgemacht haben. Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Hautfarbe und aus unterschiedlichen Lebensverhältnissen. Bei diesen möchte ich mich abschließend für meine Zeit in Südafrika bedanken. In einem Jahr habe ich Menschen kennengelernt, nach denen andere ihr Leben lang suchen.

Danke an die Kids, die Jugendlichen, das Team und den Vorstand.


Aus ganzem Herzen, Martin




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