|
Wenn die Sonne abends hinter dem Tafelberg unter geht, neigt sich auch wieder ein Arbeitstag des Teams von Homesick Südafrika dem Ende entgegen. Die schöne Kulisse lenkt mich dabei kurz von den Erlebnissen des Tages ab.
Vor einer Stunde bin ich an diesem Tag aus Keylitsha, einem der größten Townships hier in Kapstadt zurückgekehrt. Nach dem Ende unseres Homesick Bildungs-Programms in der Windemere High School hatte ich Wandile, einem 19 jährigen Teilnehmer, versprochen ihn nach Hause zu fahren.
Die 13 - 23 jährigen Jungen, die wir in diesem Programm betreuen haben alle eine Gemeinsamkeit. Ohne Hilfe würden sie keinen Schulabschluss bekommen.
Bei uns zu Hause normal, ist der Besuch einer Schule für Jugendliche in Südafrika oft mit unüberwindbaren Hürden verbunden. Ein Zugticket für neun Euro im Monat oder ein volles Federmäppchen gehören in dem Land, in dem noch fast immer die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt, einfach nur zum Luxus.
Um diesen Notstand abzuhelfen, hat sich die Organisation Homesick Südafrika, für die ich seit Oktober letzten Jahres als Projektkoordinator arbeite, unter anderem zur Aufgabe gemacht diesen Kindern zu helfen.
In Nachmittagsklassen sorgen die Freiwilligen aus Deutschland nicht nur für den schulischen Nachhilfeunterricht der Jugendlichen, sie versorgen die Teilnehmer auch mit Getränken und kleinen Snacks. In der vertrauten Runde geben uns die Jungs oft einen Einblick in ihre Vergangenheit und derzeitigen Situationen. Wir sind Freunde, aber auch Lehrer und Respektspersonen. Durch den engen persönlichen Kontakt mit unseren Kindern haben wir die Möglichkeit jeden einzeln zu fördern.
Dass unsere Arbeit Erfolg hat lässt sich zum Beispiel an unserem jüngsten Teilnehmer Sithembiso erklären. Noch vor drei Monaten saß er in seiner kleinen Hütte irgendwie in einem Randbezirk von Kapstadt. Die Schule hatte er nach der vierten Klasse aus Geldmangel verlassen.
Homesick Südafrika hat ihm eine zweite Chance gegeben und ihn wieder an einer Schule angemeldet. Diese Schule ist weiter weg von zu Hause, Sithembiso aber nimmt den langen Fahrtweg in Kauf. Er möchte lernen, um später nicht mehr unter einem Wellblechdach zu wohnen und genau das tut er jetzt auch wieder.
Es sind die Erfolgserlebnisse wie der Fall von Asanda.
Asanda, bereits im Jahr 2005 auf Homesick Südafrika getroffen, wurde Patenkind des damaligen Vorstandsvorsitzenden Reinhard Schüchel und hat mit Hilfe von Homesick seinen erweiterten Schulabschluss bestanden. Für unseren nach 2 erlebsnisreichen scheidenden weltwärts Praktikaten Andreas Ebert, war es eine Freude, mit Asanda die Immatrikulation an der Universität Johannesburg auszufüllen. Ab März 2010 wird er dort das Lehramt studieren.
Vom Straßenkind zum Studenten wäre ein schöner Erfolg! Aber auch all die anderen Kinder liegen uns allen sehr am Herzen und jedes davon möchten wir begleiten, bin hin zu einem Beruf, hin zum selbständigen Leben.
Ohne die Hilfe und Unterstützung unserer Partner in Kapstadt, auch der Spender in Deutschland und Europa wären solche Lebensgeschichten nicht möglich und darum möchte ich auch Sie bitten unsere Arbeit mit den Kindern hier zu unterstützen.
Bankverbindung: Homesick-International e.V. Konto 30 800 80, Ethik-Bank, Eisenberg, BLZ: 830 944 95
Danke für Ihre Unterstützung!!
Spenden Sie bitte auf unser Konto bei der Ethik Bank, Konto 30 800 80, BLZ 830 944 95,
Förderkreis: Schule für alle Kinder |